Festival

Das Brückenfestival ist ein komplett ehrenamtlich organisiertes Umsonst und Draußen und hat sich bis heute zu einem der prägenden Festivals in der Region entwickelt. Ziel ist es, für ein breites, kulturoffenes Publikum spartenübergreifende und handverlesene Kulturformate abseits von Mainstream und Musikcharts mit viel Liebe zum Detail zu gestalten. Das Brückenfestival bietet seit 2001 die Möglichkeit für Neuentdeckungen, Experimente und das Erleben von Kultur und hat sich als feste Institution im Kultursommer etabliert.

Das Brückenfestival fand das erste Mal 2001 mit ca. 500 Besuchern statt. Damals haben sich sieben junge Musikbegeisterte aus Nürnberg allein aus der Motivation heraus, sich nicht länger auf die Ideen und Angebote der öffentlichen Hand oder eingefahrener kommerzieller Kulturanbieter zu verlassen, zusammengefunden. Letztendlich war man es leid sich zu beschweren, dass irgendwie nichts oder mindestens zu wenig passiert, dass Nürnberg mit über 500.000 Einwohnern und seinem Einzugsgebiet (insgesamt mehr als 1.000.000 Menschen) ein fast unbeschriebenes Blatt auf Deutschlands Festivalkarte ist und dass die Bands und Künstler, die man selbst mag nicht in die eigene Stadt kommen, sondern immer daran vorbeifahren. Schließlich lebt man ja hier und weiß, bzw. erwartet, dass Nürnberg/ Fürth/ Erlangen einem mehr zu bieten hat als Bratwürste, Nazivergangenheit und eine schöne Altstadt.

Es sollte ein Festival werden, das aus der Musikszene heraus organisiert wird, sich aber nicht bei einer bestimmten Szene anbiedert, sondern sich als unabhängig und vor allem spartenübergreifend versteht und sich trotzdem erlaubt, nicht jedem Musiktrend nachrennen zu müssen. Es sollte letztendlich den ganz individuellen Geschmack des Veranstalterteams bedienen und damit nach rein subjektiven Gesichtspunkten organisiert werden. Der Fokus des Festivals sollte ganz klar auf Musik gerichtet bleiben, sich anderen Spielarten der Popkultur dabei aber öffnen: Gesprochenes, Visual Arts, Mode, bildende Kunst, Vernetzung. Dies Alles aber ohne offiziellen kulturellen Auftrag, ohne finanzielle Abhängigkeit von Großsponsoren und ohne klare Zieldefinition. Das Brückenfestival sollte sich entwickeln dürfen, was es nach wie vor tut.

Auf dem Brückenfestival spielten bis heute u.a. Buke And Gase, Delorean, Die Goldenen Zitronen, Fiva und das Phantomorchester, Friska Viljor, Golden Kanine, The Audience, Kadavar, Mardi Gras bb., Mediengruppe Telekommander, Moop Mama, The Great Bertholinis, Slagsmålsklubben, Super 700, The Robocop Kraus, Turboweekend, Urlaub in Polen, Who Made Who, Elektro Guzzi, Ebony Bones, Findlay, Balthazar, Die Nerven, Art Brut uvm.

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